Glossar



Warmdach

Als Warmdach, auch einschaliges Dach genannt, wird eine unbelüftete Dachkonstruktion bezeichnet. Bei dieser Bauweise des Daches wird die Dachhaut direkt auf die Dämmschicht aufgebracht. Dabei wird die Wärmedämmung nach unten, also zur Raumseite hin, durch eine Dampfsperre vor der durch die Decke diffundierenden Feuchtigkeit geschützt. Liegt die Wärmedämmung über der Dachhaut, redet man vom Umkehrdach.

Da in jedem genutzten Gebäude Luftfeuchtigkeit entsteht, muss diese über eine geeignete Belüftung abgeführt werden, ansonsten kann die Feuchtigkeit kondensieren und es kann zu Schimmelbildung kommen. Sammelt sich Feuchtigkeit in der Wärmedämmung, dann verliert diese ihre Funktion.

Warmdächer wurden früher meist nur für Flachdächer bevorzugt, für Steildächer das Kaltdach, bei dem unter der Dachhaut noch eine belüftete Luftschicht folgt und dann erst die wärmedämmende Schicht. Inzwischen sind in beiden Fällen einschalige Dächer allgemein anerkannter Stand der Technik, da durch neuere, geeignete Materialien der früher problematische Feuchteverlauf im Bauteil Dach und die Lage des Taupunkts beherrschbar sind.

Im Winter ist die Dämmwirkung des Warmdaches ähnlich dem Kaltdach (bei gleicher Dämmstoffdicke). Im Sommer wird jedoch die in der Sonne liegende Dachoberfläche wärmer als die Luft, wie man es von dunklen Autodächern her kennt, und die Dämmstoffschicht lässt diese Wärme nur verzögert in den Wohnraum dringen. Beim Kaltdach befindet sich zwischen Dachoberfläche und Dämmung die Belüftungszone, die im günstigsten Fall bei guter Belüftung nur die Lufttemperatur (Schattentemperatur) aufweist. Der Dämmstoff hat eine geringere Temperaturdifferenz abzuhalten, daher sind Häuser mit Kaltdächern im Sommer kühler. Die Dämmstoffschicht liegt im Schatten der Dachoberfläche, egal ob Flachdach oder Steildach, das Haus stellt sich selbst in den Schatten. Wie für den jahreszeitlichen Temperaturwechsel gilt dies auch für den Wechsel zwischen Tag und Nacht. Beim Warmdach hat der Dämmstoff in der kühleren Nacht dieselbe Wirkung wie beim Kaltdach, ist tagsüber aber einer höheren Temperaturdifferenz ausgesetzt. Daher heizt sich ein Haus mit Warmdach im Sommer über mehrere Tage stärker auf.

Quelle: Wikipedia

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Ein Dämmstoff ist ein Material mit geringer Wärmeleitung, das in der Bauindustrie, im Anlagenbau oder bei der Herstellung von Kühlschränken, Gefrierschränken o. ä. zur Wärmedämmung eingesetzt wird. Außerdem weisen Dämmstoffe auch schalldämmende und andere bauphysikalische Eigenschaften auf.

Quelle: Wikipedia

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Eine Dampfsperre ist eine Schicht, die auf der warmen Seite eines Bauteils (meistens die Innenseite) angebracht wird und die Wasserdampfdiffusion behindert. Sie soll eine unzulässig hohe Durchfeuchtung der Dämmschicht durch eindiffundierenden Wasserdampf verhindern. Sie kann gleichzeitig die Aufgaben der Luftdichtschicht übernehmen.Die feuchteschut ...

Als Dachhaut wird in Architektur und Bauwesen der Teil eines Daches bezeichnet, der vor der Witterung schützt und insofern das Gegenstück zur Dachkonstruktion, dem tragenden Teil, bildet. Ein Sprachgebrauch, der sich bereits in der ersten Hälfte der 20. Jahrhunderts findet:„... die getragenen Dachdeckung, als das Schutzmittel gegen Witterungseinflü ...

Wärmedämmung soll den Durchgang von Wärmeenergie durch eine Hülle reduzieren, um einen Bereich entweder vor Abkühlung oder Erwärmung zu schützen.Insbesondere bei Gebäuden ist die Wärmedämmung zu unterscheiden vom Wärmeschutz. Die Eindämmung von Wärmeübertragung durch sogenannte Lüftungswärmeverluste zählt hier nicht als Wärmedämmung, sondern als (b ...

Als Warmdach, auch einschaliges Dach genannt, wird eine unbelüftete Dachkonstruktion bezeichnet. Bei dieser Bauweise des Daches wird die Dachhaut direkt auf die Dämmschicht aufgebracht. Dabei wird die Wärmedämmung nach unten, also zur Raumseite hin, durch eine Dampfsperre vor der durch die Decke diffundierenden Feuchtigkeit geschützt. Liegt die Wär ...

Ein Kaltdach, auch zweischaliges Dach ist eine zweischalige, belüftete Dachkonstruktion. Dabei wird die aus dem Gebäude durch die Decke diffundierende Feuchtigkeit durch eine unter der Dachhaut liegende Belüftung abgeführt. Raumseitig muss die Wärmedämmung nicht unbedingt durch eine Dampfsperre geschützt werden, oft reicht eine Dampfbremse. Dadurch ...