
Ein Smart Home lässt sich im Neubau am einfachsten planen: Leitungen, Leerrohre und der Platz im Verteiler werden gleich richtig angelegt, statt sie später mühsam nachzurüsten. Wer vor dem Bau entscheidet, was das Haus können soll, spart sich teure Änderungen und hat ein System, das mit den eigenen Ansprüchen mitwächst.
Was Smart Home im Neubau bedeutet
Smart Home heißt, dass Licht, Verschattung, Heizung und andere Technik im Haus miteinander verbunden sind und sich zentral, automatisch oder per App steuern lassen. Die Rollläden fahren bei Sonne herunter, die Heizung senkt nachts die Temperatur ab, und beim Verlassen des Hauses gehen alle Lichter aus. Im Neubau lässt sich das von Anfang an in die Elektroplanung einbeziehen.
Kabel oder Funk?
Kabelgebundene Systeme verbinden die Geräte über eine eigene Steuerleitung, ein bekanntes Beispiel ist KNX. Sie gelten als sehr zuverlässig und lassen sich gut erweitern. Weil die Leitungen beim Bau verlegt werden, ist der Neubau dafür der ideale Zeitpunkt.
Funkbasierte Systeme kommen ohne zusätzliche Leitungen aus und lassen sich auch nachrüsten. Sie sind flexibel, hängen aber stärker von Reichweite, Batterien und dem jeweiligen Hersteller ab.
In der Praxis werden beide oft kombiniert. Wichtig ist, dass Sie sich vor dem Bau entscheiden, denn davon hängt ab, welche Leitungen verlegt werden.
Was Sie fest einplanen sollten
- Leerrohre in alle wichtigen Räume, damit sich später Leitungen nachziehen lassen
- Netzwerkkabel zu Arbeitsplätzen, Fernseher und dem Technikraum
- Platz im Verteiler für Steuerungstechnik
- Anschlüsse für die Verschattung, auch wenn Rollläden oder Raffstores zunächst manuell bedient werden
- Einen zentralen Technikbereich, in dem Router, Steuerung und gegebenenfalls ein Stromspeicher zusammenkommen
Was ein Smart Home steuern kann
- Licht: Szenen für Abend oder Film, automatisches Licht in Flur und Treppe
- Verschattung: Rollläden und Raffstores nach Sonnenstand und Uhrzeit
- Heizung: Raumweise Temperaturen und Zeitprofile
- Türkommunikation: Sehen, wer klingelt, auch von unterwegs
- Energie: Wärmepumpe, Photovoltaik und Wallbox aufeinander abstimmen. Mehr dazu in unseren Beiträgen zur Wärmepumpe und zur Photovoltaik.
Offene Standards und Datenschutz
Achten Sie darauf, dass Ihr System nicht von einem einzigen Hersteller abhängt. Offene Standards erleichtern es, später Geräte anderer Anbieter einzubinden. Fragen Sie außerdem, welche Funktionen auch ohne Internet und ohne Cloud-Dienst laufen, wo Ihre Daten gespeichert werden und wie das System mit Updates versorgt wird.
Das sehen Sie vor Ort
Im Musterhauszentrum Mülheim-Kärlich können Sie Smart-Home-Technik in mehreren Häusern ausprobieren. Laut den Angaben der Hersteller:
- Bien-Zenker CONCEPT-M 198 (Haus 43): setzt laut Hersteller auch beim Smart Home Standards
- Massivhaus Manufaktur (Haus 104): smarte Steuerung von Verschattung, Beleuchtung und Türkommunikation, auch von unterwegs
- Fingerhut Haus (Haus 110): integrierte Haussteuerungsanlage
- Hanse Haus Variant 35-174 (Haus 113): SmartHome-Module, die Bauherren individuell zusammenstellen
- FingerHaus JUNO 300 (Haus 119): KNX-Gebäudeautomation für Beleuchtung, Rollläden und Heizung, von überall steuerbar
- Schwabenhaus Selection-E-161 (Haus 139): SmartHome-System für Beleuchtung, Sound, Heizung und Rollläden
- ISOWOODHAUS (Haus 159): Smart Home-Ausstattung bis zum schlüsselfertigen Haus
Fragen Sie in den Häusern, welches System verbaut ist, was davon zum Standard gehört und was es kostet, es zu erweitern. Alle Häuser finden Sie unter Musterhäuser, Öffnungszeiten unter Besuch planen.
Geschrieben von
Redaktion Musterhauszentrum
Musterhauszentrum Mülheim-Kärlich
Die größte Hausausstellung am Mittelrhein: rund 40 komplett eingerichtete Musterhäuser auf 75.000 m². Eintritt frei, geöffnet Mittwoch bis Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr.


